DAS, WAS SICH EINSCHREIBT

Wo Herkunft
Gestalt gewinnt.

Herkunft lässt sich im Pedigree nachlesen. Wir kennen jedoch kein Pferd, das darin aufgewachsen wäre.

Vielmehr wächst es auf einer bestimmten Weide auf, in einer bestimmten Herde, unter dem Wetter eines bestimmten Jahres und unter den Augen bestimmter Menschen. Ein Stimmungsgefüge also, das nicht beliebig ist. Ein Fohlen lernt den Zaun kennen, den Weg in den Stall, das Geräusch der Geräte, die sanfte Hand die Vertrauen dazulegt.

Futter, Boden, Streicheleinheiten und Bussis, wie auch Grenzen schreiben sich ein. Nicht als Kulisse, sondern als Erfahrung. Vielleicht bezeichnet Provenienz deshalb weniger, woher ein Pferd kommt, als vielmehr, wodurch es geworden ist.

Das meiste davon bleibt unspektakulär. Ja klar, unser Futter erzeugen wir selbst. Welches Heu von welchem Schnitt, aus welcher Lage und wie es in welches Monat passt, wissen wir daher ganz genau. Wir sprechen dabei überzeugt von hochwertigem Futter-Niveau, aber auch das ist dann eine Wiederkehr des Ähnlichen.

Und doch liegt gerade darin eine Romantik, die uns recht nahe ist: Das Bedeutende wird nicht eigens hergestellt. Es gewinnt im Wiederkehrenden seine Gestalt. Uns beeindruckt also weniger der Blitz als das beständige Plätschern des Baches und sein Hausbrunnen, aus dem wir seit Generationen unser Wasser herleiten.

Luxus ist für uns nicht Überfluss. Luxus ist die Freiheit, dem Richtigen Zeit zu geben.

Die Bilder auf dieser Seite wollen keinen Hof verklären. Sie bezeugen ihn. Sie zeigen, was gewöhnlich geschieht.

Das Gewöhnliche ist etwas, das gerne übersehen wird. Finden Sie nicht?

HR-Zucht gibt es seit 1992. Den Hof gibt es seit Jahrhunderten.

Was hier ruhig ist, ist nicht ruhig gemacht — es ist ruhig geworden, über Generationen der Arbeit mit demselben Boden. Diese Stille lässt sich nicht einrichten und nicht buchen. Sie ist da, weil hier lange genug dasselbe getan wurde, bis nichts mehr laut werden muss.

In einer Zeit, in der uns fast alles als Bild und in Eile erreicht, ist das vielleicht das Seltenste: ein Ort, der einfach ist, was er ist.

Ein Pferd ist mehr als sein Körper. Darum wachsen unsere Jungpferde in der Herde auf — geführt von erwachsenen Pferden, die Ruhe, Ordnung und Grenzen vorleben. Dazu kommt der tägliche Umgang mit dem Menschen: liebevoll, klar und konsequent. So entsteht jene Sicherheit im Kopf, die man später nicht mehr künstlich herstellen kann.

Ethos halten →

Das ist eine Qualität, die man schwer messen kann — aber spürt, sobald man eines unserer Pferde anfasst.

Das Handwerk dahinter ist unscheinbar: gutes Grundfutter vom eigenen Boden, passende Mineralversorgung, große Weiden im Sommer und Laufstall im Winter. Pferdegerecht draußen, bei Wind und Wetter — und doch jeden Tag von Menschen gesehen, dem Hufschmied vorgestellt, auf das einzelne Pferd eingegangen.

Wie ein Pferd gebaut sein soll →

Diese Bedingungen geben wir nicht nur unseren eigenen Pferden: Ausgewählte Stuten dürfen bei uns aufwachsen, und ihre Besitzer können ihr Fohlen bei uns zur Welt kommen lassen.

Sprechen Sie mit uns →

Bei uns wird jedes Pferd erwartet. Es kommt nicht einfach zur Welt — es wird empfangen, von Menschen, die ihm entgegengesehen haben und es vom ersten Atemzug an kennen. Was später aus ihm wird, beginnt in dieser Stunde.

Steht eine Geburt bevor, wacht bei uns jemand die Nacht hindurch und sieht jede halbe Stunde nach. Nicht, um einzugreifen — eine Stute weiß, was sie tut —, sondern um da zu sein, falls es einmal nicht reicht. Und steht das Fohlen gesund, stoßen wir an, ob um drei Uhr nachmittags oder um drei Uhr früh.

Wir feiern die Natur →

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